Diagnose einer obstruktiven Schlafapnoe

08.06.2017 10:10

Einfaches, sogenanntes primäres Schnarchen, ist nicht gesundheitsschädlich. Kommen jedoch nächtliche Atemaussetzer hinzu, kann es gefährlich werden.

Wie finde ich heraus, ob ich an einer obstruktiven Schlafapnoe leide?

Als erstes sollten Sie ein Anamnesegespräch mit ihrem Hals-Nasen-Ohrenarzt vereinbaren. In einem detaillierten Gespräch inkl. Untersuchung können hierbei Besonderheiten in Nase und Rachen erfasst werden. Zudem können Schlafgewohnheiten und weitere Einflussfaktoren, wie Übergewicht oder der Verzehr von Genussmitteln festgestellt werden. Ihr Bettpartner kann hierbei eine wichtige Rolle spielen und sollte daher mit einbezogen werden.

Falls nötig, wird im nächsten Schritt eine ambulante Schlafaufzeichnung durchgeführt. Mit Hilfe eines mobilen Geräts, das vor dem Schlafengehen angelegt wird, können das Verhalten während der Nacht und wichtige Körperaktivitäten aufgezeichnet und Atemaussetzer ermittelt werden.

Bei häufigen und langanhaltenden Atemaussetzern wird letztlich eine Polysomnographie im Schlaflabor empfohlen. Schlafmediziner führen hierbei während eines ein- bis zweitägigen Aufenthaltes ausführliche Untersuchungen mit Betroffenen durch. Auffällige Aufzeichnungen, z.B. von Gehirnaktivitäten und der Herzfrequenz, werden gemessen und analysiert.

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