Schnarchen und obstruktive Schlafapnoe

29.04.2015 12:55

Schnarchen ist nicht nur störend und stellt die Nerven des Partners auf eine harte Probe, es kann in Verbindung mit Atemaussetzern im Schlaf auch die Gesundheit gefährden. Rund 30 Prozent der Männer und 10 Prozent der Frauen unter 30 Jahren schnarchen. Jenseits der 60 Jahre sind es ca. 60 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen. Wie entsteht der nächtliche Lärm und in welchen Fällen ist Schnarchen gefährlich?

Ein Teil der oberen Atemwege, insbesondere der Bereich zwischen weichem Gaumen und Kehlkopf, besteht überwiegend aus Muskulatur. Sind diese Muskeln angespannt, ist der Rachenraum geweitet. Erschlafft die Muskulatur nun im Schlaf, fallen vor allem in Rückenlage Unterkiefer und Zunge zurück. Die Atemwege werden verengt, sodass die Atemluft schneller und mit höherem Druck angesaugt werden muss. Dies führt zu Vibration bzw. Flattern des Weichteilgewebes (Gaumensegel und Zäpfchen) und damit zum typischen Schnarchgeräusch.

Das habituelle Schnarchen ist nicht mit Atemaussetzern verbunden, es ist demnach harmlos und nicht gesundheitsgefährdend. Gefährlich wird es dann, wenn man vom Schnarcher plötzlich nichts mehr hört. Die Atmung setzt für kurze Zeit aus und der Kohlendioxidgehalt im Blut steigt an. Ein obstruktives Schlafapnoesyndrom (OSAS) liegt vor, wenn pro Stunde mehr als 10 Atemaussetzer auftreten. Je nach Häufigkeit und Dauer kann eine Unterversorgung des Organismus mit Sauerstoff die Folge sein.


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