Tabuthema: auch Frauen schnarchen

03.05.2018 10:00

Ab einem gewissen Alter, steigt auch die Zahl der Frauen, die schnarchen.

Frauen stehen den Männern in punkto Schnarchen ab einem gewissen Alter in nichts mehr nach: mehr als 40 % aller Frauen jenseits der 60 Jahre schnarchen regelmäßig. Doch Frauen sprechen nicht gerne darüber, zumindest nicht, wenn es sie selbst betrifft.

Einige Ursachen des Schnarchens betreffen beide Geschlechter. Hierzu gehören z.B. Übergewicht oder übermäßiger Alkoholkonsum. Es gibt jedoch auch Gründe, die speziell für das Schnarchen bei Frauen verantwortlich sind.

Viele Frauen schnarchen mit zunehmendem Alter verstärkt, vor allem mit Beginn der Wechseljahre und der Veränderung des Hormonspiegels. Das weibliche Geschlechtshormon Östrogen sorgt für ein straffes Gewebe – auch im Rachen. Je höher der Östrogenspiegel, desto höher die Serotoninkonzentration. Der Botenstoff Serotonin steuert die Muskeltätigkeit und verhindert ein Erschlaffen des Gewebes. In der Menopause lässt die Östrogenproduktion jedoch nach und das Weichteilgewebe im Rachenraum erschlafft. In der Nacht kann es dann zu Schnarchgeräuschen kommen.

Der Gang zum Facharzt (z.B. HNO-Arzt) ist in jedem Fall notwendig, um ein Schlafapnoe-Syndrom mit Atemaussetzern auszuschließen und über Behandlungsmöglichkeiten zu sprechen.

Beim Verspüren eines hormonellen Ungleichgewichts können betroffene Frauen zudem ihren Gynäkologen zu Rate ziehen und den Östrogenspiegel im Blut bestimmen lassen. Mit Nahrungsmitteln, die reich an Phytoöstrogenen sind, lässt sich die Östrogenproduktion ankurbeln. Hierzu zählen z.B. Sojaprodukte, Erbsen, Linsen, Bohnen, Leinsamen sowie Obst und Gemüse.

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